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Odbor kancelář hejtmana

Einführung in das Projekt 20121010

  

DIE EUROPÄISCHE UNION FÖRDERT KRISENMANAGEMENT UND ZWISCHENSTAATLICHE ZUSAMMENARBEIT DER ORGANISATIONEN IM RETTUNGSWESEN IN LIBERECKÝ KRAJ

 
 
 

EFRR

 
 

        Im August 2012 wurde zwischen der Sächsischen Aufbaubank und der Region Liberec (Liberecký kraj) der Zuwendungsvertrag zur Förderung eines Projektes im Rahmen des „Ziel3/Cíl3-Programms zur Förderung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen der Tschechischen Republik und dem Freistaat Sachsen“ unterzeichnet. Das Projekt heißt: „Grenzüberschreitende Integration von Informationen, Systemen und Prozessen zur Prävention und Bewältigung von Hochwasser- und Katastrophen­situationen (im Weiteren nur „Integration von Informationen“ genannt). Das Ziel dieses Projektes besteht in der Verbesserung des Bevölkerungsschutzes in Liberecký kraj und in den anliegenden Landkreisen der Bundesrepublik Deutschland.

Hochwasser, Überschwemmungen, Brände, Havarien in Chemiebetrieben von Industrieunternehmen, schwerwiegende Verkehrsunfälle bei Transporten von gefährlichen Materialien und Stoffen an frequentierten Straßenzügen sowie weitere Naturkatastrophen und Großereignisse begleiten das Alltagsleben des Menschen im XXI. Jahrhundert und werden es auch weiterhin begleiten. Das Augusthochwasser 2010 ist bei den Bürgern des Liberecký kraj noch gut in Erinnerung und es wäre unverantwortlich, aus diesen Ereignissen keine Lehre zu ziehen.

Deshalb initiierten die Vertretung sowie weitere Organe des Liberecký kraj die Erstellung eines Förderantrages im Rahmen des Ziel3/Cíl3-Programms, der eine Umsetzung von Maßnahmen zur Verbesserung der Prävention und des Bevölkerungs­schutzes ermöglichen würde. Mit der anwachsenden Komplexität der menschlichen Gesellschaft, die ein komplexes Netzwerk von gesellschaftlichen, ökonomischen, technischen sowie informativen Verbindungen gestrickt hat, wachsen auch die Risiken, die durch einzelne außerordentliche Ereignisse verursacht werden können. Die Information der fachlichen sowie der breiten Öffentlichkeit und die Prävention spielen bei der Eliminierung dieser Risiken eine bedeutende Rolle. Deshalb wird im Gebiet des Liberecký kraj ein Krisenmanagementportal in Betrieb genommen, dessen Grund­aufgaben in der Integration und Bereitstellung von Informationen über außerordentliche Situationen, deren mögliche Entwicklung und über eine entsprechende Reaktion der verantwortlichen Behörden sowie über die Reaktion der Bevölkerung auf diese Ereignisse liegen.

Dank der EU-Förderung, durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, erreichen die Möglichkeiten in diesem Bereich einen internationalen Rahmen.  

Das Hochwasser und die weiteren Katastrophen kennen keine Grenzen und deshalb ist bei deren Auftreten in Grenzgebieten ein enges Zusammenwirken und eine Kooperation unabdingbar. Das kann aber in einer Vielzahl von Fällen, wo es in der Regel an der Zeit mangelt, sehr schwierig sein. Es gibt hier die Sprachbarriere, unterschiedliche Legislativen, unterschiedliche technische Ausrüstungen, mitunter sogar auch andere Prozessvorschriften und Kompetenzen sowie eine ganze Reihe von weiteren Faktoren, die eine rechtzeitige Zusammenarbeit bedeutend erschweren können.

Die oben aufgeführten Probleme gilt es zu überwinden oder zu minimieren und zwar noch bevor es überhaupt zu einem außerordentlichen Ereignis kommt. Viele davon, wie auch deren Verlauf und deren Folgen, können mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit vorausgesehen werden. Der gegenseitige Daten- u. Informations­austausch, gemeinsame Vorgehensweisen bei der Planung, gemeinsame Übungen und eine gute und optimierte Kommunikation zwischen der tschechischen und der deutschen Seite können deshalb die Bewältigung von außerordentlichen Ereignissen und Krisensituationen auf beiden Seiten der Grenze bedeutend effektiver gestalten lassen.

Das EU-Programm „Ziel3/Cíl3“ zur Förderung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen der Tschechischen Republik und dem Freistaat Sachsen dient als eine gut geeignete Plattform für die Entwicklung dieser Zusammenarbeit. Im Rahmen dieses Programms kann EU-Förderung für grenzübergreifende Projekte unterschiedlichster Ausrichtung sowohl in wirtschaftlichen als auch in sozialen Bereichen beantragt werden. Mit Fragen der Zusammenarbeit in den Bereichen Krisenmanagement und Integrierte Rettungssysteme befasst sich dieses Projekt „Integration von Informationen".

 

 

Ziel 3 / Cíl 3

 

 

An der Umsetzung dieses Projektvorhabens beteiligen sich Liberecký kraj als Leadpartner und folgende weiteren Projektpartner: AKADEMIE o. p. s., Landratsamt Görlitz und Landratsamt Bautzen.

Der Schwerpunkt des Projektes „Integration von Informationen“ liegt in der gemeinsamen Lösung der Integration von Daten, von Systemen für Planung und für operative Nutzung, in der Erleichterung des gegenseitigen Verständnisses sowie Schulungen und Übungen. Der Schwerpunkt liegt im Schutz der Bevölkerung vor Hochwasser. Es werden somit die Einsätze der grenzüberschreitend bereitgestellten Hilfe bedeutend effektiver gestaltet.

Beide Seiten haben dann einen einheitlichen und aktuellen Überblick über die Entwicklung der Situationen. Unterstützt werden auch die Verständigung und Vorbereitung des gemeinsamen Vorgehens. Durch das beidseitige Feedback und die Auswertung der Entstehungsursachen bei außerordentlichen Ereignissen werden effektivere Präventionsmaßnahmen ergriffen werden können. Im Rahmen des Projektes entsteht auch ein öffentlich zugänglicher Teil dieses Portals.

Die Einwohner erhalten somit zusätzlich die Möglichkeit eines erweiterten Zugriffs auf aktualisierte Informationen über mögliche Bedrohungsfälle, deren Umfang und deren vorausgesetzte Entwicklung, inkl. der Empfehlungen, was in jenem Fall optimal zu tun ist. Des Weiteren werden im Portal regelmäßig auch die Informationen über die Verkehrs-, Sicherheits- sowie der energetischen Situation aktualisiert.    

 

Autoren

 

Rudolf Broulík (Liberecký kraj)

 

Vladimír Klaban (AKADEMIE, o. p. s.)